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Natasza deddner

Konzeptkünstlerin


                                                                                                                                                                                


pieces of one ist ein fortlaufender künstlerischer Zyklus, der sich mit Fragmentierungen, Disparitäten und den Bedingungen menschlicher Existenz innerhalb gesellschaftlicher Strukturen auseinandersetzt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich der Mensch innerhalb kultureller, sozialer und politischer Systeme versteht, wie Identitäten entstehen und sich verändern und welche Auswirkungen gesellschaftliche Ordnungen auf das individuelle und kollektive Selbstverständnis haben. Der Zyklus untersucht die Spannungsfelder zwischen menschlicher Vielfalt und gesellschaftlicher Vereinheitlichung, zwischen individueller Erfahrung und institutionellen Strukturen. Durch die Verbindung von visueller Kunst, Installationen und performativen Elementen werden Prozesse sichtbar gemacht, in denen Menschen geprägt, eingeordnet und voneinander unterschieden werden.

Die Idee zu pieces of one entstand aus der grundlegenden Überzeugung, dass alle Menschen gleichwertig sind. Aus der Erfahrung eines Lebens zwischen unterschiedlichen kulturellen Kontexten entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und den Bedingungen, unter denen Menschen sich selbst und andere wahrnehmen. Gesellschaftliche Zuschreibungen, Ausgrenzung und Fremdheitserfahrungen zeigen, wie stark Identität durch äußere Strukturen beeinflusst wird. Der Zyklus fragt danach, wie Menschen innerhalb solcher Bedingungen ihre eigene Wahrnehmung, ihre Würde und ihr Selbstverständnis bewahren und weiterentwickeln können.
Der Begriff pieces of one verweist dabei auf ein Verständnis des Menschen als komplexes Zusammenspiel vieler Erfahrungen, Perspektiven und Einflüsse. Die einzelnen Teile stehen nicht für Trennung, sondern für eine vielschichtige Form von Einheit.

Der Zyklus beginnt mit #0 Identität, der ersten konkreten Umsetzung dieser künstlerischen Untersuchung. Von dort aus entwickelt sich die weitere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragmentierungen, politischen Strukturen und den Bedingungen, durch die Wirklichkeit entsteht.

Kunst wird dabei zu einem Raum der Wahrnehmung und Reflexion. Sie verbindet unterschiedliche Ausdrucksformen, eröffnet neue Perspektiven und macht Zusammenhänge sichtbar, die sich einer rein funktionalen Betrachtung entziehen.

#0 Identität

In dem Spannungsfeld zwischen kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Engstirnigkeit manifestiert sich ein künstlerischer Prozess, der die Fragmentierung des Selbst als schöpferische Kraft begreift

Natasza Deddner



Zbigniew Bajek • Orhan Çalışır • Max Deddner • Natasza Deddner • Jörg Ulrich Krah

 

BV Galerie in Klagenfurt (A)

 

gefördert durch:


     

 

 

Ausstellungskatalog #0 Identität Deutsche Ausgabe