DE EN

NATASZA DEDDNER

Konzeptkünstlerin

 

 

Scholê Kosmía — σχολή κοσμία


 

Der freie Denkraum der Welt


 

Wahrnehmung + Denken + Selbstverständnis = Entwicklung

 

 

  • Wahrnehmung eröffnet den Zugang zur Welt
  • Philosophie schafft den Raum der Reflexion
  • Selbstverständnis bildet die Grundlage für Haltung und Handlung
  • Gesellschaftliche Entwicklung entsteht aus dieser Bewegung


Scholê Kosmía entsteht aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit den Bedingungen menschlicher Existenz und den gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Strukturen, durch die Wirklichkeit entsteht und in denen Menschen handeln. Im Zentrum stehen Fragen nach dem menschlichen Selbstverständnis, nach der Entstehung und Veränderung von Identität, nach der Wechselwirkung zwischen Mensch und System, nach der Bedeutung von Würde in fragmentierten Gesellschaften und nach den Bedingungen, durch die Wahrnehmung geformt wird. Diese Fragen bilden den Raum, in dem ich denke, arbeite und existiere. Mein künstlerisches Werk bewegt sich innerhalb gesellschaftlicher und politischer Wirklichkeiten. Es untersucht Strukturen, macht ihre Wirkungen sichtbar und eröffnet Räume der Reflexion. Es ist eine Form ethischer Auseinandersetzung mit der Welt: eine Untersuchung von Zusammenhängen, eine Öffnung für Fragen und eine Bewegung hin zu vertiefter Wahrnehmung.

Aus dieser Haltung entwickelte sich Scholê Kosmía als übergeordneter Denk- und Erfahrungsraum. Der Begriff verbindet die altgriechischen Bedeutungen von scholê als freiem Raum des Denkens, der Reflexion und geistigen Entwicklung mit kosmía als einer Ordnung, die aus Bewusstsein, Haltung und Beziehung zur Welt entsteht. Scholê Kosmía beschreibt einen Raum, in dem Wahrnehmung, Denken und Selbstverständnis miteinander verbunden werden. Es ist ein Prozess, der sich durch künstlerische Arbeit, Reflexion, Begegnung und Forschung fortlaufend entwickelt. Die ursprüngliche Bedeutung von scholê verweist auf die Voraussetzung jedes Denkens: Zeit, Raum und Freiheit.
Diese Idee wird in einen zeitgenössischen, globalen Kontext übertragen und durch vier archetypische Formen erweitert:

Agora
Offene Begegnung als Grundlage für Dialog, Austausch und gemeinsames Denken

Platons Akademie
Die Frage als Methode der Erkenntnis und als Raum geistiger Entwicklung

Aristoteles’ Lykeion
Denken als Bewegung, in der Erkenntnis durch Prozesse entsteht

Die stoische Schule
Arbeit am Selbst als Grundlage von Haltung und Handlung

Diese historischen Bezugspunkte bilden Resonanzräume für eine zeitgenössische Praxis. Begegnung, Frage, Bewegung und Haltung werden in einen gegenwärtigen Zusammenhang überführt. Selbstverständnis wird als fortlaufende Bewegung verstanden. Es verbindet innere Wahrnehmung mit äußerem Dialog und bildet die Grundlage für bewusste Handlung. Aus dieser Perspektive entsteht ein Denken, das Erfahrung, Reflexion und Verantwortung miteinander verbindet. Scholê Kosmía schafft Räume für Wahrnehmung, Reflexion und Begegnung. Menschen werden eingeladen, Perspektiven zu erweitern, Gewohnheiten zu hinterfragen und eine eigene Haltung zu entwickeln. Kunst ist dabei eine wesentliche Ausdrucksform. Sie macht verborgene Zusammenhänge sichtbar, öffnet Wahrnehmungsräume und ermöglicht Erkenntnisprozesse jenseits festgelegter Betrachtungsweisen.

Eine zentrale Grundlage bildet eine Haltung, die auf Toleranz, Akzeptanz und Respekt beruht:

  • Toleranz eröffnet den Raum für Verschiedenheit
  • Akzeptanz vertieft die Begegnung mit dem Anderen
  • Respekt schafft Verbindung und ermöglicht gemeinsames Handeln

Scholê Kosmía versteht sich als lebendiger Entwicklungsraum, der durch Projekte, Begegnungen, Reflexion und unterschiedliche Ausdrucksformen wächst. Er verbindet künstlerische Praxis mit einem erweiterten gesellschaftlichen Kontext und schafft einen Raum, in dem Wahrnehmung vertieft und Dialog ermöglicht wird.

Das Anliegen von Scholê Kosmía liegt in der Entwicklung von Bewusstsein, Wahrnehmung, innerer Haltung und menschlicher Integrität.

Perspektivwechsel entsteht durch Selbsterkenntnis.
Aus Selbsterkenntnis entstehen Wahrnehmung und Urteilskraft.
Aus Urteilskraft entsteht die Fähigkeit zu freiem Handeln.